Das geplante individualpädagogische 1:1-Wohnsetting richtet sich an junge Menschen mit komplexem Hilfebedarf. Fallanfragen von Jugendämtern und Fachstellen aus dem gesamten Bundesgebiet werden bereits unverbindlich fachlich geprüft.
Für wen ist das Setting gedacht?
Geprüft werden Fallkonstellationen, in denen größere Gruppen nicht ausreichend tragfähig erscheinen, Beziehungen wiederholt abgebrochen sind oder ein erhöhter Schutz- und Strukturbedarf besteht. Ressourcen, Beteiligung und Entwicklungsziele werden ebenso betrachtet wie Risiken.
Was unterscheidet das Setting von einer Wohngruppe?
Der kleinere Rahmen reduziert Gruppendynamik und ermöglicht eine engere Abstimmung von Beziehung, Tagesstruktur und Krisenprävention. Die konkrete Betreuungsdichte wird fallbezogen vereinbart und regelmäßig überprüft.
Beziehung, Tagesstruktur und Krisen
Verlässliche Bezugspersonen, transparente Regeln und wiedererkennbare Abläufe schaffen Orientierung. Schule, Gesundheit, Termine, Freizeit und Selbstversorgung werden gemeinsam strukturiert. Krisen werden mit abgestimmten Handlungswegen, fachlicher Reflexion und nachvollziehbarer Dokumentation begleitet.
Hilfeplanung und Anfrage
Jugendamt, Sorgeberechtigte, Vormundschaft und beteiligte Fachstellen bleiben in die Ziele und Auswertung eingebunden. Nach einer unverbindlichen Fallanfrage folgen Vorprüfung, Unterlagenklärung, Kennenlernen und die Entscheidung, ob das geplante Setting fachlich und rechtlich passend sein kann.
